Eine lösende Stille

Meditation ist kein „Ich muss“, sondern große Freude, weil – und das möchte ich doch gerne sagen – jeder, der sich das Wort zu empfangen gewünscht hat, eine bessere Welt kreieren will! So liegt hier unsere schönste Chance, oder?

Wer im Wort atmet, ist auf den Atem konzentriert. Vor ein paar Tagen realisierte ich, dass es nach einer tiefen Einatmung total lautlos in mir wurde, als ich für einen Moment vergessen hatte, bewusst weiter zu atmen. Ich war in eine große Stille eingehüllt worden.

Natürlich habe ich weiter geatmet, aber die Stille hat etwas mit mir gemacht. Sie war so tief, und ich konnte sie auch festhalten, und dann war es, als atmete ich nicht mehr durch meine Nase, sondern es schien, als gäbe es nur eine leichte Bewegung im Bauch.

Ich hörte meinen Atem nicht mehr, ich wurde zu dem, was ich BIN, gezogen. Alles schwieg in mir. Keine Gedanken gab es, ich glitt einfach in eine noch tiefere Stille hinein, und dort geschah die Begegnung mit Gott, den ich empfand als eine umfassende und durchdringende Liebesglut.

Ähnliche Erfahrungen haben wir alle sicher einige Male im Leben gemacht, diese Momente des absoluten Friedens und der Geborgenheit. Jetzt können wir, durch das Wissen der Einheit, solche Augenblicke immer in uns erleben.

Tja...und dann rief mich der Alltag. Es muss so sein. Aber wir können zurückkehren, wo und wann es uns passt. Es passt Gott IMMER.

Es grüßt euch herzlichst

Maya