Gedanken zur Meditation
Meditation weitet Dein Bewusstsein, macht Dich sanft und erneuert Deine Energien. Sowohl physisch als psychisch ist Meditation heilsam!

Meditieren bedeutet, nach Innen zu gehen - wortwörtlich meint es "in Deiner Mitte sein". Wenn Du aufhörst nach außen zu schauen, aufhörst auf äußere Laute zu hören, und Dich dafür ganz auf Deine Atmung ausrichtest, kommst Du in Deine Mitte. Wie von selbst und möglicherweise blitzschnell. Wo immer Du auch bist, überall.

Deine Mitte ruht in Dir in zwei Punkten zugleich: In dem Herzen in Deinem Brustkorb, und in dem Sonnengeflecht in Deinem Bauch. Herz und Hara gestalten Deine Mitte. Hara, im Zen bekannt, ist der Punkt im Nabelbereich, wo Du nach der Ausatmung den Impuls spürst wieder einatmen zu müssen.

Weil die Atmung Bauch und Brust zum ständigen Dehnen und Senken bewegt und so immer mehr Deine Mitte stärkt, gehören Meditation und bewusste Atmung fest zusammen. Herz und Seele werden eins. Deine Mitte wird zur Festung Gottes.

Im Yoga gilt die Meditation als die Vorstufe des Samadhi-Zustandes. Im Buddhismus geht der Weg zum Licht (zum Maha Mudra - der großen Wahrheit) ebenso über die Meditation. Das heißt, dass Du Dich sehr wohl auf dieses hohe Ziel konzentrieren kannst, wenn Du Dich zum Meditieren setzt.

Du bist jedoch völlig frei, wie Du meditierst. Eine 'non-effort-meditation' - also frei von jeglicher Anstrengung und Ziel einfach im Sein sein - reicht weit und tief.

Praktisch gesehen gibt es - natürlich - einige Hindernisse. Vor allem das schier endlose Aufkommen von Gedanken während der Meditation gibt die Idee, dass wirkliche Meditation (zu) schwierig ist.

Nimm da die Sache leichter. Wenn Du trotz Anstrengung vom Gedankenstrudel mitgerissen worden bist, wirst Du später dennoch merken, dass sich Deine Gefühlslage wesentlich aufgebessert hat und Dir Dein Handeln leicht(er) fällt. Deine Meditation wirkt, auch unterschwellig. Möglicherweise hast Du in der Stille eine 'harte Nüsse´ geknackt!

Wir Menschen sind sowohl Individual- als auch Kollektivwesen. Alleine und verbunden zugleich (All eins). Dies bedeutet, dass jeder von uns offen ist für die Gefühle und die Gedanken anderer. Was Du in der Meditation als störend empfindest, müssen also nicht unbedingt Deine eigene Gedanken und Gefühle sein.

Umgekehrt sorgt die menschliche Verbundenheit gerade dafür, dass durch die Meditation Deine inneren Heilungskräfte und kreativen Energiewellen viele anderen Menschen erreichen.

Es gibt viele Meditationsformen und -arten. In meiner Anschauung ist die Atmungsmeditation eine sehr balancierte Art, nach Innen zu gehen. Denn ich atme empfangend ein, und atme gebend aus. Ganz natürlich und selbstverständlich.

Und wenn Du auch alleine und für Dich meditierst - die Menschheit im Großen und Deine Gemeinschaft im Kleinen zieht ihre Nutzen daraus. So wie Du selbst.

Angenehme Meditationen wünsche ich Dir - ebenso schöne kurze wie auch manchmal tiefe, lange.